February 11th, 2008 by munchkin
gedankenreise-in-die-vergangenheit

Es war einmal vor langer Zeit , da waren die Menschen noch eine Gemeinschaft und jagten, resp. sammelten zusammen. Jeder schaute auf den Anderen, denn man konnte nur existieren, wenn man zusammen hielt.

Doch diese Zeit ist bereits lange, sehr lange vorbei. So leben wir heute in einer Zeit, in der nur noch das eigene Ego zählt. Der alltägliche Phallusvergleich ist der Höhepunkt unseres tristen Daseins. Eigentlich ist das eine logische Konsequenz unserer Lebensform, denn man ist nicht mehr direkt auf die Mitmenschen angewiesen. Man geht alleine zur Arbeit, arbeitet dort alleine und geht am besten wieder alleine nach Hause. Dort erzählt man wie es auf der Arbeit gelaufen ist, und fertig ist der Arbeitstag. Wenn man Glück hat, bekommt man noch etwas Liebe und Wärme zu spüren, bevor man sich ins Bett legt und schläft.

Doch wieso ist es so weit gekommen?
Leider weiss ich keine Antwort darauf, denn sonst könnte ich versuchen diesen Umstand zu ändern.

So bleibt mir nur die Hoffnung, dass es noch Leute gibt, die ein wenig in der entfernten Vergangenheit hängen geblieben sind und ein wenig soziales Verhalten an den Tag legen. Bis es jedoch so weit ist, muss ich mich wohl mit den Leuten abfinden, welche mich dumm anmachen, weil ich Mitgefühl zeige oder auch nur dort bin, wo ich nicht sein sollte.

Deshalb eine Bitte an alle die diese Worte lesen: Lebt ein wenig so, wie man es früher gemacht hat und zeigt mir, dass es noch Leute gibt, die nicht nur um das eigene Wohl besorgt sind!

January 24th, 2008 by begbie
windows-aktivierung

Irgendwie ärgert es mich einer Hotline anrufen zu müssen, wenn ich mein vollkommen legales Windows XP auf einem neuen Computer installieren möchte. Nicht dass es schlimm wäre einer gratis-Hotline anrufen zu müssen. Aber einen 54-stelligen Code per Handy eingeben zu müssen ist eine absolute qual, vorallem dann wenn man bei der letzten Frage auf wievielen Computern die Lizenz denn installiert sei, versehentlich “2″ auswählt und mit dem Hinweis, dass man sich doch eine weitere Lizenz kaufen soll verabschiedet wird.

Also tätigte ich meinen nächsten Anruf über VoIP, damit ich den Code wenigstens über die Tastatur eingeben konnte. Endlich wurde mein Verlangen nach einem mittelklassigen und überteuerten Betriebssystem befriedigt und ich durfte meine neue Installation freischalten.

Ist doch schön…

December 26th, 2007 by munchkin
der-geist-von-weihnachten

Im Volksmund wird oft vom Geist von Weihnachten gesprochen, doch was oder wer ist dieser Geist? Es gibt mehrere mögliche Übeltäter,welche in Frage kommen, an den Feiertagen (Nein, damit sind nicht jeder Freitag und Samstag gemeint) die Leute zu skurilen Dingen anzustiften.

1. Kandidat

Ein alltägliches Phänomen, welches zu den Feiertagen stark zunimmt ist der Stress. Und nicht der Rapper, sondern die durch psychische oder physische Reize verusachte Reaktion unseres Körpers.
So hat der Mensch von seinen Vorgängern den Instinkt mitbekommen, sich unter starkem Stress auf eine Flucht oder Verteidigung vorzubereiten. Dies führt dazu, dass in unserem Körper spezielle Abläufe vor sich gehen, welche unter anderm auch das normale Denken beeinflussen.
So wäre es denkbar, dass dies dazu führt, dass wir uns wie wild gewordene Tiere in die Kaufhäuser stürtzen und unser schwer verdientes Geld, den multinationalen Grosskonzernen geben, nur um vor der Familie, den Freunden oder den Liebsten gut dazu stehen. Und uns nicht verteidigen müssen, wieso wir nichts mitgebracht haben.
So wäre der Stress nicht der alleinige Täter, jedoch ist er der Kopf hinter der ganzen Bande.

2. Kandidat

Auch nicht nur an Weihnachten treibt die Eifersucht ihr unwesen.
So kann sie die Ursache sein, weshalb sich die Menschen an den Feiertagen seltsam verhalten. Sie versuchen die Aufmerksamkeit der Verwandtschaft auf sich zu lenken, in dem sie ihnen Geschenke gibt. Und dies nur, weil man unter dem Jahr nicht die Zeit oder den Willen hat, sich mit ihnen abzugeben.
Oder man verteilt überteuerte Gegenstände, weil man sich dadurch erhoffte den eigenen Besitz zu vergrössern. Dies ist jedoch immer seltener der Fall, da immer weniger Leute an das gute in den anderen Menschen glauben.
So wären wir beim nächsten Kandidaten.

3. Kandidat

Der dritte im Kreise der Verdächtigen hat keinen richtigen Namen, deshalb nenne ich ihn einfach mal X.
X ist seit Jahren unterwegs und entwendet den Mensch das wichtigste. Nein nicht ihre Markenkleider oder ihre Autos, sondern den Glauben. Und Nein, nicht den glauben dan den ominösen und sagenumwobenen Gott, sondern den glauben an sich und ihre Mitmenschen.
Mit dieser Tag bewirkt er, dass sich die Menschen immer mehr an den ihnen vorgesetzten Müll halten, als an das was sie eigentlich wollen. Durch diese Verhaltens- und Denkänderung werden sie konsumgeilen Gestalten, welche das Fest ausnützen, um ihren Drang nach Konsum und verschwenderischem Leben nach zugehen.

4. Kandidat

Der vierte und letzte im Bunde ist das wohl bekannteste Phänomen, die Dummheit.
Die Dummheit bezeichnet in diesem Falle nicht den fehlenden IQ, sondern die Naivität, alles zu machen, was gesagt wird und das gesagte noch weiter zu geben.
Dieser üble Bursche führt dazu, dass immer mehr Menschen in die Läden stürmen und mit dem Geld um sich schmeissen, welches teilweise der Bank gehört.

Nun bleibt die Frage, welcher dieser vier Geister der Grund für das wirre und seltsame Verhalten vieler unserer Spezies ist.
Ich kann leider keine klare Antwort liefern, meine Theorie ist jedoch, dass es nicht ein Übeltäter alleine ist, sondern dass sich diese vier zusammen geschlossen haben und so mit vereinter Kraft uns die freien Tage versauen.
Da es jedoch keine klaren Beweise gibt, oder niemand, den das ganze interessiert, werden sie weiter auf freiem Fuss bleiben und immer wieder ihr unwesen treiben.
Deshalb bleibt nur zu sagen, schnappt euch ein Bier und geniesst die freien Tag mit den Freunden, denn der Tag, an dem die Arbeit wieder ruft kommt schon bald.

December 6th, 2007 by munchkin
games-die-ursache-aller-ba%c2%b6sen-taten

Wie man vielleicht mitbekommen hat, war der Präzisionsschütze von Zürich, welcher eine junge Frau aus dem Leben gerissen hat, ein Gamer.
Er war zwar auch ein Strassenkind, ein vorbestrafter Randalierer und sonstiger Querulant, aber vorallem war er ein Gamer. So stellen es die Politiker jedenfalls hin. So haben sie wiedereinmal einen Grund gefunden, gegen uns psychisch abgestumpften und potenziellen Gewalttäter vorzugehen oder zumindest schlecht zu reden.
Sie sprechen nicht mehr davon, dass die Dienstwaffe im Schrank ein Sicherheitsrisiko darstellt. Oder dass man psychisch schwachen Menschen nicht den Umgang mit einer Schusswaffe lehren sollte und das erst recht nicht, wenn er in der Vergangenheit bereits gewalttätig war. Nein, sie geben den Games die Schuld.
Die Linken sind immerhin so konsequent, dass sie noch etwas gegen die Dienstwaffe machen wollen, aber die SVP strahlt voller Doppelmoral undnicht durchgedachten Äusserungen. Sie wollen etwas gegen solche Verbrechen, wie das in Zürich unternehmen, jedoch nur indem sie den jungen eine Freizeitbeschäftigung wegnehmen.

Liebe Politiker, wollt ihr eigentlich noch mehr Jugendliche, die auf der Strasse herum hangen und mit ihrer Freizeit nichts anfangen zu wissen? Habt ihr ernsthaft das Gefühl, dass die Gewalttaten sinken, nur weil ihr uns unsere Spiele wegnehmt?

Das beste an den Forderungen finde ich immernoch, dass nicht ein Verkaufsverbot für Minderjährige gefordert wird, sondern ein Konsum-, Herstellungs-, Verkaufs- und Importverbot. Wenn man das durchziehen würde, würde man auf einen Schlag hunderttausende Schweizer zu Straftätern machen.
Evtl. wollen sie ja damit die Staatskassen aufbessern…
Die Frage wie sie dieses Gesetz kontrollieren wollen, bleibt jedoch noch offen und ich zweifle doch sehr daran, dass die Polizei (oder wer das auch immer kontrollieren soll) dieser Aufgabe gewachsen ist. Und von den ausgebuchten Gerichten will ich gar nicht sprechen.

Also liebe Politiker, überlegt euch doch einmal etwas mehr, bevor ihr solche Scheisse fordert und kümmert euch um die wichtigen Dinge! Denn bevor man Games mit “Gewaltszenen gegen Menschen oder menschenänlichen Wesen” verbietet, sollte man eine Alternative schaffen! Und diese zu finden, wäre ein nicht lösbare Aufgabe!
Weiter solltet ihr euch einmal eingehend mit der richtigen Gamercommunity beschäftigen, eine LAN besuchen oder mindestens einmal ein solches Spiel richtig spielen, bevor ihr darüber urteilt!

October 27th, 2007 by Prozium
sharing-is-caring-fuck-the-riaampaa

In gewissen Bereichen bin ich wahrlich überglücklich in der Schweiz zu leben!

Um es auf den Punkt zu bringen: In der Schweiz kann man sich als Hardcore-Downloader von urheberrechtlichgeschützten Inhalten nicht zwangsläufig als Pirat bezeichnen. Es nimmt dem ganzen zwar ein grosses Stück an romantik wenn man sich das neuste Album runtersaugt, 4 Monate bevor es in den Läden erscheint. Aber diesen Verlust an Schwanzverlängerung verschmerze ich gerne wenn ich ohne Angst vor gerichtlicher Verfolgung Kinofilme im Zimmer-Kino sehen kann bevor die anderen 20.- hinblättern um mit übersalzenem Kino-Popcorn in Klappstühlen den Streifen als “Premiere” zu sehen bekommen :)

Logischerweise arbeiten die Horden von Anwälten der “Content-Industry” fieberhaft daran dieses Piratenparadies zu vernichten, also rufe ich alle auf ihre Rechte wahrzunehmen, die Gunst der Stunde zu nutzen und zu saugen bis die Leitungen glühen!!! Eröffnet Usenet-Accounts und saugt Tag und Nacht alles was auf die Festplatte passt! 30.- im Monat sind nichts gegen das, was ihr spart wenn ihr pro Tag 10 Filme runterlädt! Nach 2 Filmen in HD-Qualität seid ihr schon im Profitbereich!!!

Das schöne ist, ihr habt gegen kein geltendes Recht verstossen! Ihr habt nichts illegales, unrechtmässiges, bestrafbares usw usw getan! Denn solange du nichts “geschütztes” an andere ausserhalb von Familie und Freundeskreis verbreitest, kann dir keiner was sagen!

Wie gesagt: Nützt die Gunst der Stunde und saugt was ihr könnt! Es wird nicht mehr lange so einfach sein, auch hier bei uns nicht! Je eher die grossen 4 Plattenfirmen, und dazu noch die geldgierigen pseudo-kreativen Kokser in Hollywood in den Ruin getrieben sind, desto eher wird wahre Kunst wieder im grossen Stil florieren! In diesem sinne soll die Schweiz für einmal nicht neutral sein!

Spätnächtliche Grüsse,

Prozium

P.S. “Do what you want, ’cause a pirat is free”

October 20th, 2007 by Prozium
let-the-mofo-burn

I am Nero, Cesar of the whole roman empire. I am sitting on the hill, playing my instrument. Watching the capital of the greatest empire ever to exist in history, the bright light in a dark world, burn to the ground. MY empire. The empire of which I am ruler, of which I am god. The center around everything turns, up in flames, turned to ashes. And Im singing a song, thinking of nicer times, times without an empire. Times where I wasnt a god. Times where when I was sitting on a hill, and the center of the civilized world, wasnt burning to the ground.

Then I stopped playing my song, stop thinking of better times, reach into my pocket, feel the empty box of matches, look down the hill, to the burning empire, to the end of a centuries old culture.

I feel the matches again, and I smile to myself…

October 14th, 2007 by Prozium

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October 13th, 2007 by munchkin
alkohol-du-ba%c2%b6ser-geist

Viele kennen diesen Anfang eine dummen Spruches, doch in den vergangenen Monaten werden der Alkohol und seine Konsumenten immer wieder an den Pranger gestellt.

 Ich bin mir durchaus im klaren, welche schrecklichen Formen der Alkoholmissbrauch annehmen kann und will diese auf keine Fall verleugnen, aber was in der letzten Zeit diskutiert wird nimmt absurde Formen an. Jeder weltoffene Mensch, der noch nicht in reichweite der scheintoten AHV ist, hat schon mitbekommen, dass sich immer mehr Jugendliche die Kante geben. Den prüden ultra sozialsten oder anderen weltfremden Politikern in, der ach so schönen Bundeshauptstadt Bern, kommen zum Wahlkampf keine schlaueren Themen in den Sinn, als diese Jugendlichen (oder auch Kinder) zu Straftätern zu degradieren. Sie gehen gar noch weiter und fordern ernsthaft Strafen für den Alkoholkonsum, falls man das vom Gesetz verlangte Alter noch nicht erreicht hat.

 Da bleibt die Frage offen, wie weit man heute gehen will oder welchen Weg man einschlagen will, um die Gesellschaft vor den eigenen Auswüchsen zu schützen. Einem jungen Alkoholkonsumenten Sozialstunden oder gar einen Eintrag in der Akte aufbrummen, nur weil er sich am Wochenende mit für in nicht „legalem“ Alkohol die Kante gegeben hat, oder unter Umständen sogar nur ein Bierchen genossen hat? (Ja Bier oder andere alkoholische Getränke werden teilweise zum Genuss konsumiert…) Super Idee, finde ich auch… Verbaut den Jungen die Zukunft, weil er etwas konsumiert hat, was in unsere Gesellschaft etabliert ist. Dann haben wir ein einigen Jahren sozial Fällen en mass, nur weil sie keine Lehrstelle finden, da ihr Leumund ja nicht sauber ist. Für solche Sachen ist der Schweizer Staat ja da.Jetzt im Ernst, wer kommt auf solche Ideen? Geht’s noch? Aber wir befinden uns zur Zeit ja im Ausnahmezustand Namens „Wahlkampf“. Da muss man keine Ursachenbekämpfung betreiben, sondern es reicht, wenn man populistische Scheisse äussert und damit versucht Wähler zu gewinnen. 

In diesem Sinne PROST, gebt euren Kindern oder Geschwistern was zu trinken, damit sie nicht erst durch einen im Spital endenden Vollrausch feststellen müssen, das Alkohol ganz lecker sein kann. 

October 4th, 2007 by begbie
software-design

Computergesteuerte Automatismen haben unser Leben eindeutig vereinfacht. Eine Kreuzung ohne Ampeln wäre - nunja, eine Kreuzung ohne Ampeln halt. Doch stellt euch vor, was passiert wenn eine Ampelsteuerung nicht ganz durchdacht worden ist. Oder die Steuerung eines Herzschrittmachers.

Persönlich bin ich der Meinung, dass Software oder auch Elektronik aller Art zuerst durchdacht werden muss und erst DANN in den produktiven Einsatz kommen sollte. Was mich dazu bewegt hat?

Was bringt mir eine SMS meines Mobilfunkbetreibers, 10 Minuten vor Mitternacht (!!), die mir sagt dass wenn ich vier weitere SMS schreibe für den Rest vom Tag gratis schreiben kann?

Meine Frage: Werden solche Kundenservices nicht durchdacht bevor man sie auf die Kunden loslässt?

October 3rd, 2007 by Prozium